Ich denke, man muss das Thema etwas differenzierter betrachten, weil „Paartherapie“ nicht gleich „Paartherapie“ ist.
Aus meiner Erfahrung (auch aus dem Umfeld) scheitern Beziehungen selten an *einem* großen Ereignis, sondern an vielen kleinen, ungelösten Dingen: Missverständnisse, Verletzungen, unterschiedliche Erwartungen, fehlende Kommunikation. Genau da kann eine gute Paartherapie ansetzen – nicht indem jemand sagt, wer „schuld“ ist, sondern indem beide Partner lernen, sich wieder zuzuhören und Muster zu erkennen, die sich über Jahre eingeschlichen haben.
Wichtig ist dabei:
- **Beide müssen wirklich wollen**, sonst bringt es nichts
- **Der Therapeut muss neutral und strukturiert arbeiten**
- **Es geht nicht immer ums „Zusammenbleiben“**, sondern auch um Klarheit (manchmal ist eine faire Trennung der gesündere Weg)
Ich kenne Paare, bei denen sich durch professionelle Begleitung die komplette Gesprächskultur verändert hat – allein das kann schon enorm entlasten. Gerade wenn man merkt, dass man sich im Kreis dreht oder immer wieder bei denselben Konflikten landet, ist ein externer, ruhiger Blick oft Gold wert.
Wer sich mit dem Thema seriös beschäftigen möchte, findet z. B. bei einer systemischen
Paartherapie Norderstedt einen ganz guten Überblick, was moderne Paararbeit heute eigentlich bedeutet – fernab von Klischees oder „Geldmacherei“.
Am Ende gilt: Eine Garantie gibt es nie. Aber nichts zu tun garantiert ziemlich sicher, dass sich nichts ändert.